Montag, 25. Mai 2009

Nomad Tour

So, hier folgt nun ein Bericht über unseren "Adventure Trip":

Samstag früh haben uns Anna und Annika in strömendem Regen und bei richtig viel Wind zum Flughafen gebracht (danke noch mal!) und ab ging es nach Durban. Dort war es sonnig und heiß....herrlich! Wir haben unser Quartier im „Happy Hippo“ bezogen und sind an den Strand gegangen. Wir waren fast die einzigen Weißen dort. Und es wollte sich tatsächlich einer mit uns fotografieren lassen...war schon ein bisschen komisch. Aber der Strand an sich und die Promenade echt schön. Abends haben wir dann unseren Guide Jeff und einen Teil unserer Gruppe kennen gelernt: Karl und Barbara aus Österreich (über 30) , Marie-Luise aus Deutschland (über 30), Markus und David aus Schweden (unter 30) und Vivian und Thom aus Kanada (unter 30, zumindest noch. Vivian hat Donnerstag Geburtstag und wird 30). Wir waren erst essen und danach haben Elli und ich in der Bar des Hostels eine Einführung in die beliebtesten Shots der Region bekommen. Springbock (Pfefferminzlikör und Amarula), Pancake (Zimtlikör und Amarula), Baby Guiness (Kaluha und Amarula) und Lesotho´s Toilet (Bananenlikör, Amarula und Kaluha). Mir hat Springbock am besten gefallen, wenn man es übertreiben will, kann man ihn auch „with horns“ trinken, dann kommt noch Strohrum oben drauf. Schmeckt auch :-).

Sonntag früh haben wir den Rest der Gruppe kennen gelernt: Agi und Uli aus Deutschland und Christine und Jackie aus den USA (alle unter 30). Wir sind dann nach St. Lucia gefahren und haben dort nachmittags eine Flussfahrt im „iSimangaliso Wetland Park“ gemacht. Es gab dort unheimlich viele Nilpferde und ein paar Krokodile. Abends haben wir dann erstmalig Jeff´s Kochkünste genießen dürfen: T-Bone Steak, Maisbrei, Salat und Tomatensoße. Lecker! Danach haben wir unter 30jährigen (noch kann ich das sagen) das erste Trinkspiel von den beiden Schweden beigebracht bekommen: Beer Pong. Elli und ich haben Deutschland vertreten und gnadenlos verloren, aber das Team Kanada hat sich gut geschlagen.

Montag sind wir unglaublich früh aufgestanden und haben einen Sunrise Drive im „Hluhluwe/Umfolozi Game Reserve“ gemacht. Viele Tiere und landschaftlich wunderschön!
Weiter ging es nach Swaziland, wo wir im „Milwane Wildlife Sanctuary“ in super tollen Hütten und mitten unter Warzenschweinen und Impala untergebacht waren.

Dienstag früh haben wir ein lokales traditionelles Dorf besucht, wo wir Tourismus pur genießen durften. Wir Mädels mussten ein Tuch umbinden, da Frauen in traditionellen Dörfern keine Hosen tragen dürfen (sie dürfen auch nicht auf Stühlen sitzen und dürfen das Bier, was sie brauen, nicht selber trinken sondern müssen es den Männern geben...hmpf). Naja, jedenfalls mussten wir tanzen und singen und flechten....aber irgendwie war´s ganz lustig. Am Schluss haben die Kinder dort noch für uns gesungen und natürlich haben wir auf dem lokalen Markt auch noch was gekauft.
Nachmittags haben wir einen langen Spaziergang durch das Gelände gemacht....ist landschaftlich schon schön da. Abends gab es dann nach Impalagulasch und von Jeff gebackenem Brot mit Käsefüllung für die unter 30jährigen neue Trinkspiele: „Hello Jack“ und „Fuck the dealer“ aus Schweden und „Tourettes“ aus den USA, aber man kann auch zu „Asshole“ und „Bullshit“ trinken :-).

Mittwoch haben wir uns auf den Weg in den „Krüger National Park“ gemacht und auf dem Weg zum Camp schon viele Tiere gesehen. Abends haben wir nach einem ziemlich schlechten Sunset Game Drive und lecker Fisch von Jeff wieder mal Trinkspiele gespielt, allerdings haben sich die Campingnachbarn (das Durchschnittsalter dort war unglaublich hoch) sehr bald beschwert, dass wir zu laut wären. Aber man kann auch flüsternd “Hello Jack“ spielen :-). Oh, und an dem Abend haben wir auch einen winzig kleinen Frosch gesehen. Ich habe den Namen schon wieder vergessen, aber der war toll.

Donnerstag sind wir durch den Krüger gefahren, haben viele Tiere gesehen, aber leider fehlt mir immer noch der Leopard, um meine „Big 5“ vollständig zu kriegen. Naja. Nächstes Mal.
Abends haben wir, wer hätte das gedacht, Trinkpspiele gespielt und im Anschluss die Nacht unter freiem Himmel verbracht. War toll. Der Sternenhimmel im Krüger ist wunderschön. Und es gab sogar Sternschnuppen. 5 Sachen habe ich mir gewünscht, mal gucken, was davon klappt.

Freitag sind wir morgens in ein „Wildlife Rehabilitation Center“ gefahren und haben dort Tiere angeguckt, die von Farmern der Umgebung abgegeben wurden, weil sie verletzt waren, oder so. War ganz schön. Danach sind wir dann die Panorama Route entlang gefahren und haben uns den „Blyde River Canyon“, „Bourke´s Luck Potholes“ und „God´s Window“ angeschaut, bevor wir nach Timbavarti gefahren sind. Dort haben wir zur Abwechslung mal ohne Spiele getrunken. Und Markus hat sich leider den Knöchel verstaucht, als er Warzenschwein spielen wollte, um irgendwelche Freunde von Jackie zu wecken. Naja, aber mit 2 Medizin- und einer Pharmaziestudentin (Vivian) war er bestens versorgt :-).

Samstag sind wir dann eigentlich nur nach Johannesburg gefahren, haben im Mufasa Backpackers rumgehangen und abends mit den beiden Männern, die dort arbeiten „Kings“ gespielt, das fieseste Trinkspiel der ganzen Reise. Aber es hat Spaß gemacht. Leider hat sich Jeff nur so abgeschossen, dass er um 23 Uhr schon im Bett war. Naja. Die Jugend (er ist 21) :-).

Sonntag haben wir uns dann morgens von Vivian, Thom, Jackie und Christine verabschiedet (schade, schade) und Elli und ich haben noch eine Tour in Johannesburg gemacht, die das Apartheitmuseum und Soweto mit einem weiteren Museum und einem Besuch in dem Haus von Nelson Mandela beeinhaltete.
Und danach waren Elli und ich soooooooooo müde. Haben Markus, David und Jeff tschüss gesagt (schade, schade) und sind im Flieger eingepennt.

Ja, was soll ich sagen. Es war cool. Super Leute, super Guide, tolles Essen und ganz viel Spaß. Verluste gab es allerdings auch. Irgend jemandem in Johannesburg hat meine schöne blaue Jack Wolfskin Jacke so gut gefallen, dass er sie aus unserem Truck geklaut hat. Ich darf gar nicht dran denken, was die gekostet hat. Naja. Egal. Ich hoffe nur, er liebt sie so wie ich.

Ach ja, Fotos. Fotos kommen, wenn ich die schönsten der 600 aufgenommen Bilder ausgewählt habe!

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